EBEHL, Lufttor, Stimmung Hockeyfans.at/Reinhard Eisenbauer

HF.at Ligacheck – EBEL Woche 7



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Mittwoch, 27.Oktober 2010 - 21:51 - Das erste „Dreierwochenende“ ist Geschichte und es gibt einiges aufzuarbeiten. In der Tabelle scheint sich der Trend der letzten Wochen zu bestätigen, die ersten „Neuen“ gibt es auch in der Liga zu beobachten und jetzt schaut auch noch die erste Ligapause ums Eck.


Drei Runden sind am vergangenen, langen Wochenende absolviert worden und wieder einmal hat sich ganz vorne nichts geändert. Mittlerweile sind zwei Kärntner Vereine an der Tabellenspitze wieder „normal“, Meister Salzburg hält sich beständig in Lauerstellung und dahinter spielt es sich so richtig ab. Das könnte sich demnächst ändern, denn die beiden Top Teams treffen sich in der nächsten Runde zum Duell und in Salzburg bangt man um Einsergoalie Divis.

Gar nicht zufrieden zeigte man sich am anderen Ende der EBEL-Welt. In Szekesfehervar wurde nicht nur der Trainer getauscht, sondern auch ein neuer Legionär geholt. In Linz wird der Druck erhöht und neben einem Try-Out Stürmer noch ein neuer Mann gesucht. Bei den 99ers ging es zwar zuletzt leicht aufwärts, richtig zufrieden ist man in der Steiermark aber auch nicht.

Apropos zufrieden: so wirklich warm werden die Eishockeyfans auch noch nicht mit dem neuen TV Partner der EBEL. Dass die Liga im Free-TV zu sehen ist, wird zwar allgemein als sehr gut angesehen, die Qualität der Übertragungen vermag aber weiterhin nicht zu überzeugen. Und auch die Einschaltquoten rasselten zuletzt in den Keller. Nur 11.000 Zuschauer warfen sich am Sonntag vor die TV Schirme, als der Tabellenzweite Villach erstmals zu Hause verlor – gegen Meister Salzburg.

Die EBEL biegt schon wieder in eine Zwischen-Zielgerade ein. Nur noch 4 Runden (also zwei Wochenenden), dann geht die Liga in ihre erste Nationalteampause. (8. bis 18. November). Aus der Erfahrung der letzten Jahre kann nach einer derartigen Unterbrechung alles schon wieder ganz anders aussehen. Das sollte für die aktuellen Tabellennachzügler zumindest Hoffnung schüren.

HF.at blickt auch nach Woche 7 kurz zurück und schaut, wie es den einzelnen Teams so ergangen ist in den letzten Runden des Wochenendes. Mit den Auf- und Absteigern, den Überraschungen und auch den Spielern der Woche.


1. Klagenfurter AC (3 Siege, 6 Punkte, 13:3 Tore // Gesamt 26 Punkte, 60:38 Tore)
Einsam zieht der KAC weiter an der Tabellenspitze seine Kreise und bleibt vier Punkte vor Verfolger Villach. Vor dem Derby am Freitag haben sich die Rotjacken in den letzten drei Runden keine Blöße gegeben und wieder ein Wochenende mit Punktemaximum hingelegt. Sieben Mal in Serie haben die Lindwurmstädter jetzt schon gewonnen. Auch wenn das oft wenig spektakulär wirkt, es bringt Punkte. Nach 15 Runden haben die Rotjacken ihre Stärken voll ausgespielt: ein breit aufgestellter Kader, der kaum vollständig in den Griff zu bekommen ist. Dazu ein Torhütergespann, bei dem jeder Teil Spiele gewinnen kann und darüber hinaus das Selbstvertrauen der Seriensiege. Von Verletzungen blieb man bislang weitgehend verschont und schon läuft es bedeutend besser als noch vor einem Jahr. Das mussten am letzten Wochenende inferiore Linzer, etwas glücklose Grazer und schließlich auch noch die Klagenfurt-ängstlichen Ungarn aus Szekesfehervar anerkennen.
Gegen die Teams aus den unteren Tabellenregionen hat man sich also beim Rekordmeister keine Blöße gegeben, jetzt wartet aber ein ganz anderes Wochenende. Ein echtes Knaller-Doppel sozusagen, denn es geht gegen die beiden direkten Verfolger. Geht die Serie des KAC weiter, oder kommen die Konkurrenten näher? Das wird sich in den nächsten beiden Runden weisen, wobei wie immer das Derby gegen den VSV das Highlight der nächsten Tage darstellen wird. Im ersten Saisonduell setzten sich die Klagenfurter zu Hause knapp mit 5:3 durch, in Villach können sich die Viveiros Schützlinge aber auf einen heißen Tanz gefasst machen. Dafür ist man gerüstet, immerhin sind die KACler nicht nur die Nummer 1 in der Liga, sondern auch das beste Auswärtsteam der EBEL.
Spieler der Woche: Christoph Brandner, der sich mit 3 Toren an den letzten drei Siegen beteiligte und damit 50% aller seiner Treffer dieser Saison am letzten Wochenende machte.
Die nächsten Spiele: 29.10. VSV (A), 31.10. RBS (H)


2. Villacher SV (2 Siege, 4 Punkte, 11:8 Tore // Gesamt: 22 Punkte, 63:42 Tore)
Eifrig gepunktet und trotzdem nicht mehr ganz so nah am Leader dran. Der VSV hat zwar zwei der drei letzten Spiele gewonnen, durch die erste Heimniederlage der Saison verlor man aber etwas den Anschluss an den KAC. Am Freitag hatte man in Graz noch das obligatorische Glück dieser Saison und drehte (einmal mehr) eine Partie in letzter Minute noch um. Am Sonntag war es dann aber so weit: im siebten Heimspiel gab es die erste Niederlage. Gegen Salzburg war vor allem Gert Prohaska im Fokus, denn er zeigte einen Katastrophenfehler, insgesamt aber mit 48 Saves eine große Leistung. Am Dienstag hatten die Kärntner schließlich keine Probleme mit Laibach und holten die Punkte 3 und 4 an diesem langen Wochenende. Die beiden Siege taten verdammt gut, denn sowohl in Graz, als auch in Laibach hatten die Adler schon sehr lange nicht mehr jubeln dürfen.
Damit hat man weiterhin Platz 2 in der Tabelle und geht mit einem positiven Gefühl in das zweite Saisonderby gegen den KAC. In diesem geht es für die Draustädter darum, sich wieder an den Lokalrivalen heran zu pirschen. Ein Sieg wäre nicht nur für den VSV, sondern auch insgesamt für die Spannung an der Tabellenspitze sehr wichtig. Fast Pflicht sind diese zwei Punkte schließlich am Sonntag, wenn es zum aktuellen Tabellenschlusslicht geht – zumindest nach der Papierform. Doch Fehervar ist unberechenbar und die Kärntner werden sich hüten, in Szekesfehervar überheblich aufzutreten.
Etwas überraschend bleiben die Villacher das Team mit der besten Offensivabteilung der Liga, kassieren aber auch die meisten Tore in den Top 3. Verbesserungswürdig ist beim VSV zudem das Penalty Killing, das nur das zweitschlechteste der EBEL ist. Wenn man bedenkt, dass die Kärntner auch jene Mannschaft ist, welche die zweitmeisten Strafen kassiert, sollte man hier in den Trainingseinheiten ansetzen.
Spieler der Woche: Wieder einmal Michael Raffl, der sich für 4 Tore und einen Assist verantwortlich zeigte. Knapp die Hälfte aller VSV Tore hatten somit am letzten Wochenende Raffl-Beteiligung, wobei der Youngster derzeit der Mann für die ganz wichtigen (Comeback)Tore ist. In den letzten 3 Spielen hat er immer getroffen!
Die nächsten Spiele: 29.10. KAC (H), 31.10. AVS (A)


3. Red Bull Salzburg (2 Siege, 4 Punkte, 10:9 Tore// Gesamt: 20 Punkte, 58:39 Tore)
Mit einem gewaltigen Stolperer begann Meister Salzburg das erste lange Wochenende dieser Saison und verlor gleich einmal in Laibach. Etwas überraschend, aber es scheint der richtige Weckruf für die Page-Truppe gewesen zu sein. Am Sonntag folgte ein Sieg in Villach, was bislang noch keinem anderen Team in dieser Saison gelungen ist. Der Sonntag brachte ein lachendes und ein weinendes Auge: die Capitals wurden geschlagen, damit die Revanche für das 1:7 im ersten Duell geschafft. Aber dabei verletzte sich Reinhard Divis am Sprunggelenk und man befürchtet eine Pause bei der Nummer 1 der roten Bullen.
Das dürfte auch für die nächsten Tage das beherrschende Thema in der Mozartstadt sein. Backup Knovalov hat zwar gegen Wien gut gehalten, kann er aber auch das kommende Wochenende überzeugen? Zu Hause gegen die schwer angeschlagenen Linzer ist das noch die einfachere Aufgabe, doch am Sonntag im Hexenkessel von Klagenfurt, gegen den Tabellenführer? Aber in Salzburg vertraut man zu dieser Jahreszeit meistens noch auf die Jungen, sollte sich Divis aber so schwer verletzt haben (wonach es derzeit nicht aussieht), dass er länger ausfällt, dann wird man sich aber auch beim Meister etwas überlegen müssen.
Zwar treffen die Bullen weiterhin nicht ganz nach Wunsch, zeigen noch immer Schwächen was die Disziplin betrifft und offenbaren Probleme im Spielaufbau, aber immerhin gibt es jetzt wieder konstant Punkte. Das bringt noch immer den dritten Platz in der Tabelle, der nach hinten etwas abgesichert ist. Was in dieser Saison besonders auffällt: die Bullen sind auch bereit, sich in physischen Auseinandersetzungen zu profilieren, gehen Zweikämpfen und Faustkämpfen nicht aus dem Weg. Das bringt sie in der Fairplay Wertung nur auf den drittletzten Platz.
Spieler der Woche: Artiom Konovalov, der junge Torhüter der Salzburger, der bislang hauptsächlich in der Nationalliga eingesetzt wurde. Gegen Wien kam er völlig unerwartet nach der Verletzung von Divis ins Tor und hielt gleich 38 von 40 Schüssen (95%). Für Konovalov heißt es Daumen drücken, denn es schaut so aus, als ob er in den nächsten Runden noch mehr Einsätze bekommen wird.
Die nächsten Spiele: 29.10. BWL (H), 31.10. KAC (A)


4. Medvescak Zagreb (3 Siege, 6 Punkte, 13:3 Tore // Gesamt 17 Punkte, 51:43 Tore)
Was war das für ein Wochenende für die Kroaten! Nachdem man zuvor nur 1 Punkt in zwei Spielen geholt hatte, waren die Bären in den letzten drei Runden für jede Menge Schlagzeilen gut. Man begann mit zwei Shutouts in Serie (gegen Fehervar und Jesenice) und drehte schließlich ein 0:2 in Linz noch in einen 4:3 Penaltysieg um! Ein perfektes Wochenende, das Zagreb den „Aufsteiger der Woche“ einbringt. Offenbar hatte gerade die schlechte Leistung in den Runden zuvor Wunder gewirkt, denn Medvescak präsentierte sich „Bären-stark“ und hatte mit Robert Kristan einen unglaublichen Goalie im Rücken. Wenn man in drei Partien nur drei Gegentore kassiert, davon zwei Mal „zu Null“ spielt, dann ist das ein Ausrufezeichen Richtung Konkurrenz. Zurecht stehen die Kroaten auf dem vierten Tabellenrang. Die Gründe dafür sind schnell aufgezählt: ein großartiger Kristan, das beste Power Play der Liga, die Heimstärke, kaum Strafen (das fairste Team der Liga!) und eine ausgezeichnete Chancenverwertung.
Am kommenden Wochenende können die Kroaten ihre Position sogar absichern, denn die Bären dürfen zwei Mal zu Hause ran! Den Hexenkessel überstehen müssen Graz und Laibach, beides Nachzügler in der Tabelle und auswärts mit schwankenden Leistungen. Der Euphorie in Zagreb wird die aktuelle Leistungskurve bei Medvescak noch mehr Rückenwind geben, was der Liga nur gut tun kann.
Spieler der Woche: Robert Kristan – der Slowene im Bärentor wird schön langsam unheimlich: 2 Shutouts in Folge, 97,48% Fangquote in den letzten drei Runden, insgesamt schon 4 Shutouts. Er ist der Hauptgrund warum Medvescak so weit vorne steht.
Die nächsten Spiele: 29.10. G99 (H), 31.10. OLJ (H)


5. Vienna Capitals (1 Sieg, 2 Punkte, 8:9 Tore // Gesamt 16 Punkte, 60:47 Tore)
Auch nach sieben Wochen in der EBEL Saison 2010/11 bleibt in Wien alles beim Alten: zu Hause hui, auswärts.... Während die Wiener am letzten Wochenende in der Albert Schultz Halle gegen Linz sicher siegten, gab es bei den beiden Auswärtsauftritten in Jesenice und Salzburg jeweils Pleiten – und das auch noch ohne Punkte. Vor allem die Effizienz lässt auf fremdem Eis noch zu wünschen übrig. Was zu Hause oft wie am Schnürchen klappt, geht auswärts nur bedingt gut. Das gilt auch für das zum „teuflischen Duo“ hochgejubelte Stürmerpaar Fortier/Gratton, das liebend gerne zu Hause zaubert. Eine Entscheidung haben die Wiener auch am letzten Wochenende getroffen: mit dem Comeback von Jürgen Penker war die Frage nach der Zukunft Adam Hausers akut geworden. Dieser war nach der Verletzung des ÖEHV Goalies in den Capitals Kader gerutscht und bleibt auch in diesem – aber nur auf Abruf (HF.at berichtete). Somit geht man in den nächsten Wochen mit dem Duo Penker/Hummel auf Punktejagd.
Das kommende Wochenende scheint für Wiener Punkte wie geschaffen: am Freitag erwarten die Hauptstädter mit Laibach das schlechteste Auswärtsteam der Liga, am Sonntag geht es zum schlechtesten Heimteam nach Graz. Wenn da nicht die eigene Auswärtsschwäche wäre: nur 2 Siege in 7 Spielen, nur 19 Tore geschossen (Schnitt 2,71/Spiel – im Vergleich zu Hause 5,13/Partie). Wenn man sich Richtung Top 4 orientieren möchte, dann reichen nur Heimpunkte mit Sicherheit nicht!
Spieler der Woche: Rafael Rotter, der zwar selbst kein Tor erzielte, aber 6 der 8 Wiener Treffer am letzten Wochenende vorbereitete! Seit 7 Spielen punktet der Stürmer immer und hat insgesamt erst in drei Partien nicht gescort!
Die nächsten Spiele: 29.10. OLJ (H), 31.10. G99 (A)


6. HK Jesenice (1 Sieg, 2 Punkte, 8:10 Tore // Gesamt 15 Punkte 45:59 Tore)
Die Probleme beim HK Jesenice bleiben auch nach sieben Wochen bestehen: die Torhüter zeigen sich fehleranfällig, in der Abwehr plagt man sich mit dem Verletzungsteufel herum und vor allem auswärts klappte es zuletzt so gar nicht. Drei Mal in Folge haben die Slowenen nun schon auswärts verloren und vor allem nicht gepunktet, dennoch hält sich der HKJ auf Rang 6. Das haben die Krainer vor allem den Verfolgern zu verdanken, die noch zu unkonstant spielen, um Jesenice in Bedrängnis zu bringen. Apropos Konkurrenz: gegen die geht es auch am kommenden Wochenende, denn auf Jesenice warten die beiden bisher schlechtesten Teams der Liga. Zu Hause gegen Alba Volan muss man mit Punkten rechnen, wenn man sich nicht weiter nach hinten orientieren will und am Sonntag in Linz kämpft man dann gegen die Auswärtsmisere bei einem personell ähnlich angeschlagenen Gegner.
In den letzten drei Runden gab es nur am Freitag einen Sieg – den dafür aber gegen die Capitals. In den darauf folgenden beiden Partien ging Jesenice jeweils als Verlierer vom Eis und kämpft somit gegen die dritte Pleite in Serie an. Das Problem der Krainer liegt aber nicht nur, wie erwähnt in der Defensive, sondern auch im Angriff. Mit 45 erzielten Treffern gehört man in dieser Kategorie in die untere EBEL Hälfte (wo man ja auch der Tabelle nach steht) und hat zudem ein Riesenproblem in Unterzahl. Nur 61,76% aller Penalty Killing Situationen übersteht der HKJ unbeschadet und ist damit mit Abstand das schlechteste Unterzahlteam der Liga. Keine andere Mannschaft hat schon so viele Tore bei numerischem Nachteil erhalten, wie Jesenice (26). Darüber hinaus ist man mit einer wirklich durchschlagskräftigen Angriffslinie mittlerweile einfach auszurechnen, wenngleich diese rund um Rok Ticar weiterhin konstant trifft.
Spieler der Woche: Apropos Rok Ticar – 2 Tore, 1 Assist konnte der Youngster seiner beeindruckenden Saisonstatistik (9 Tore, 10 Assists) wieder hinzufügen. Dass er dabei gerne auf den Backcheck vergisst und nicht gerade zur Entlastung der angeschlagenen Abwehr beiträgt sei aber auch erwähnt.
Die nächsten Spiele: 29.10. AVS (H), 31.10. BWL (A)


7. Graz 99ers (1 Sieg, 2 Punkte, 8:10 Tore // Gesamt 12 Punkte, 41:47 Tore )
Endlich ist der 99ers Bann gebrochen. Nach vier Niederlagen in Serie feierten die Murstädter am Dienstag wieder einen Sieg und erzielten dabei fast so viele Tore (5), wie in den vier Partien zuvor (6). Vor dem 5:4 in Jesenice gab es eine unglückliche Heimpleite gegen den VSV und eine völlige Nullnummer in Klagenfurt. Dabei fällt einmal mehr auf, dass die Steirer vor allem zu Hause Probleme haben und erst 2 von 8 Heimspiele gewinnen konnten und zuletzt vier Mal in Serie auf eigenem Eis verloren. Für jene Mannschaft, die in der letzten Saison eine wahre Heimmacht war ein Schock. Zudem haben die 99ers vor eigenem Publikum erst 17 Tore geschossen – dass es da nicht einfach wird, Punkte zu holen, liegt auf der Hand. Am kommenden Wochenende müssen die Steirer gegen die am Freitag bekannt starken Bären in Zagreb ran. Die Kroaten haben drei Mal in Serie gewonnen und sind unglaublich heimstark. Eine große Herausforderung für die so stotternde Grazer Offensive (mit 41 Toren der zweitschlechteste Wert der Liga). Am Sonntag bleibt Bill Gilligan dann zu Hause und erwartet die Vienna Capitals, die sich selbst auswärts etwas schwer tun. Zwei sehr schwere Aufgaben, die man nur lösen kann, wenn man sich weiter steigert. Das vor allem für das Power Play, das auch nach 15 Runden das schlechteste der gesamten EBEL ist.
Spieler der Woche: Mike Ouellette (2 Tore, 1 Assist), der weiterhin der konstanteste Spieler im Grazer Kader bleibt. Der Stürmer hat in 11 von 15 Spielen gepunktet.
Die nächsten Spiele: 29.10. ZAG (A), 31.10. VIC (H)


8. Olimpija Ljubljana (1 Siege, 2 Punkte, 8:12 Tore // Gesamt 11 Punkte, 43:62 Tore)
Wie sollen die Drachen am kommenden Wochenende nur zu Punkten kommen? Zwei Spiele, zwei Mal auswärts, mit Wien und Zagreb zwei betont heimstarke Gegner – und selbst ist man das schlechteste Auswärtsteam der EBEL mit erst zwei Punkten aus sieben Spielen (17:33 Tore). Dabei ist Laibach weiterhin für Überraschungen gut, wie die Slowenen am letzten Freitag mit dem Sieg gegen Meister Salzburg beweisen konnten (4:3). Danach folgten aber Niederlagen gegen Fehervar und den VSV, womit Laibach mitten im Kampf gegen die rote Laterne angekommen ist. Da hatte man die Slowenen an und für sich auch von Beginn weg erwartet, nach einem guten Saisonstart war man aber offenbar ein wenig geblendet und wurde mit fünf Niederlagen aus den letzten sechs Spielen auf den Boden der Realität zurück geholt. Jetzt kehrt Normalität ein und die Drachen suchen nach ersten Verstärkungen. Vor allem in der Abwehr soll Verstärkung kommen, was Sinn macht, denn mit 62 Gegentoren haben die Slowenen die zweitschlechteste Defensive der Erste Bank Eishockey Liga.
Spieler der Woche: Petr Sachl (2 Tore, 3 Assists), der bereits vier Spiele in Folge immer gepunktet hat und sich am vergangenen Wochenende an 5 der nur 8 Laibacher Treffer beteiligte.
Die nächsten Spiele: 29.10. VIC (A), 31.10. ZAG (A)


9. Black Wings Linz (0 Siege, 1 Punkt, 5:14 Tore // Gesamt 11 Punkte, 32:53 Tore)
Was ist nur in Linz los? Die Leistungsträger sind weit weg von der Normalform, im Sturm geht fast gar nichts und dazu auch noch eine beinahe schon auffällige Anhäufung von Bänder- und Muskelverletzungen. Wen wundert's, dass die Basis langsam unruhig wird. Der Druck von außen wächst – vor allem auf Trainer Collins. Der sitzt aber weiterhin fest im Sattel, dafür suchen die Linzer Stürmer. Vor allem welche, die treffen, denn noch immer haben die Stahlstädter mit erst 32 Toren in 15 Spielen die mit großem Abstand schlechteste Offensivabteilung der Liga. Also wurde mit Justin Keller ein „Umrührer“ geholt, der bei seinem Debüt gegen Zagreb (19 Schüsse!) zu gefallen wusste, aber eben auch nicht traf. Anschnallen heißt es jetzt nicht nur für die teilweise enttäuschenden Legionäre, sondern auch für den ein oder anderen arrivierten Österreicher. Laut Gerüchten soll sogar noch ein weiterer neuer Stürmer kommen, wenn die Offensivflaute so weiter geht. Davor sollte man aber die Verletzungsmisere abwarten, denn die Linzer spielten zuletzt nur noch mit 5 Verteidigern, zwei davon ohne große EBEL Erfahrung. Das geht an die Substanz, wen wundert es da, dass gerade im Spielaufbau von hinten heraus immer wieder Fehler passieren. Das wussten am letzten Wochenende die Capitals (1:4) und der KAC (1:6) zu nützen. Darüber hinaus wirkt Linz physisch nicht bereit, es fehlt der Einsatz und der Wille. Den hat man aber zumindest am Dienstag gegen Zagreb gezeigt. Ein Tor 0,8 Sekunden vor Schluss zeugt von Kampfgeist. Dass man dann erneut im Penalty Schießen verlor passt ins bisherige Saisonbild.
Am kommenden Wochenende könnte MacKenzie in der Abwehr zurück kommen, was gerade gegen die laufstarken Salzburger wichtig wäre. Beim Meister wäre ein Punkt eine Sensation, am Sonntag zu Hause gegen Jesenice sollte dann aber doch der fünfte Saisonsieg im Bereich des Möglichen sein. Wenn man die Toreffizienz steigern kann...
Spieler der Woche: Franklin MacDonald. Der Verteidiger blieb zwar ohne Scorerpunkte, hatte aber unglaublich viel Eiszeit. Mit jedem weiteren Ausfall in der Abwehr wächst seine Einsatzzeit. Dabei bleibt er aber fair (erst 18 Strafminuten) und steht nur selten bei Gegentoren am Eis (-2).
Die nächsten Spiele: 29.10. RBS (A), 31.10. JES (H)


10. Fehervar AV 19 (1 Sieg, 2 Punkte, 6:13 Tore // Gesamt 10 Punkte, 42:65 Tore)
Sieben Spiele in Folge haben die Ungarn verlieren müssen, ehe am Sonntag mit dem 4:2 gegen Laibach wieder ein Sieg gelang. Damit hatte Fehervar vorübergehend nicht mehr die „rote Laterne“, mit der Pleite am Dienstag gegen den VSV war man aber wieder Letzter. Vielleicht hilft da ja das frische Blut, das man sich in den Kader geholt hat. Stürmer Johansson wird am kommenden Wochenende erstmals für die Magyaren auflaufen, was der Offensive Fehervars sicherlich gut tut. Am Sonntag wird dann auch erstmals der neue Trainer Kevin Primeau hinter der Bande erwartet – das wird kaum Auswirkungen auf das Spiel von Alba Volan haben, dennoch sind gerade diese letzten Veränderungen ein Zeichen, dass man mehr von der Mannschaft erwartet. Um sich in der Tabelle aber nach Richtung Play Off Strich orientieren zu können, muss Fehervar viel verbessern. Die Abwehr erwies sich bislang als sehr löchrig (65 Gegentore, so viele wie keine andere Mannschaft), das Power Play ist weitgehend ungefährlich und als ob das nicht genug der Probleme wäre, kassiert man in Unterzahl auch noch zu viele Tore. Doch die Ungarn haben in den letzten Jahren immer wieder gezeigt, dass man aus den eigenen Fehlern lernt und auch ein langsamer Saisonstart wett gemacht werden kann.
Um zumindest die rote Laterne wieder abzugeben muss Alba Volan am kommenden Wochenende punkten. Im Heimspiel am Sonntag gegen den VSV ist man aber ebenso Außenseiter, wie am Freitag in Jesenice.
Spieler der Woche: Marton Vas (3 Tore, 1 Assist), der alle seine Punkte an diesem Wochenende am Sonntag machte. Er war der Schlüssel zum Sieg gegen Laibach, machte einen Hattrick und hält bereits bei 8 Toren und 9 Assists.
Die nächsten Spiele: 29.10. JES (A), 31.10. VSV (H)



Bemerkenswerte Fakten nach 15 Runden:
In der 13. Runde war es so weit: der Villacher Derek Damon hat erstmals in dieser Saison nicht gepunktet! Damit ist auch diese längste Scoringserie gerissen, doch der VSV Stürmer hat schon wieder eine Serie begonnen: in den darauf folgenden beiden Partien hat er schon wieder gepunktet. * Der Linzer Neuzugang Justin Keller feuerte in seinem ersten EBEL Spiel 19 Mal aufs gegnerische Gehäuse – so oft hat in dieser Saison noch kein einzelner Crack in einer Partie auf das Tor geschossen. * Wenn sie nach 60 Minuten nicht gewonnen haben, sieht es für Jesenice und Linz ganz schlecht aus: beide haben noch kein Spiel in der Verlängerung bzw. nach Penalty Schießen gewonnen. * Francois Fortier (VIC) bleibt der Top-Torjäger der Liga (16 Tore aus 15 Spielen), Roland Kaspitz (VSV) der beste Assistent (20 Assists in 15 Spielen). * Joel Prpic (ZAG) und Benoit Gratton (VIC) sind jene Spieler, die am häufigsten für zwei Minuten auf die Strafbank müssen (jeweils 18 Mal). * Zagreb bleibt das meistbesuchte Heimteam der Liga – im Schnitt wollen 6.243 Fans die Bären tanzen sehen. Den schlechtesten Heimschnitt hat das schlechteste Heimteam der Liga – die Graz 99ers spielen durchschnittlich vor nur 1.938 Zuschauern * Insgesamt haben bislang in 75 EBEL Spielen 237.804 Zuschauer die Hallen besucht – das sind im Schnitt 3.171 Fans pro Partie. * Heiß oder kalt – so stehen die HF.at Besucher zur Berichterstattung von ServusTV: in einer Abstimmung bewerteten 37,63% die Übertragungen mit „Nicht Genügend“, 48,14% nennen sie jedoch „Sehr Gut“. * Jesenice und Zagreb haben am Sonntag erst je ein Spiel gewonnen (bei 6 Niederlagen), Wien und Salzburg hingegen erst eines verloren (bei 6 Siegen). Dafür sind Jesenice, Zagreb und der KAC Freitagsspezialisten (je 6 Siege, 1 Niederlage). * Nach 15 Runden wurde nur gegen Spieler des KAC und Zagrebs keine Spieldauerstrafen ausgesprochen. * Die längsten Siegesserien der Saison teilen sich der KAC und der VSV mit jeweils 7 Erfolgen – gewinnt der KAC am Freitag in Villach, „gehört“ ihm diese Bilanz vorläufig alleine. * Zagreb ist zwar das Überraschungsteam der ersten 15 Runden, war aber als einzige Mannschaft noch nie im österreichischen TV (Laola1.tv oder ServusTV) zu sehen. * Das Tor zum 3:3 am Dienstag der Black Wings Linz gegen Zagreb 0,8 Sekunden vor dem Spielende war das bislang "späteste" Tor in regulärer Spielzeit.


Mehr Statistiken gibt es hier!

passende Links:
Erste Bank Eishockey Liga
Vienna Capitals - Fanclub Icefire
Vienna Capitals - Webseite






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